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Die besten Rentenversicherungen - Teil 2

Wie verhindert man, dass am Ende des Geldes noch so viel Leben übrig ist? Am besten mit einer leistungsfähigen privaten Rentenversicherung. Doch wie ermittelt man die Top-Tarife? Sicher nicht mit einem Blick in den Spiegel. Ein klarer Auftrag für die Franke und Bornberg Analysten, die sich furchtlos durch das Kleingedruckte kämpfen.

Welche sind die besten Rentenversicherungen im Land? Der Franke und Bornberg Bewertungs-Spiegel

Mindestens ein Leistungsmerkmal lohnt die Beschäftigung mit privaten Rentenversicherungen: neben der gesetzlichen Rente garantiert nur die private Rente lebenslange Rentenzahlungen. Aber „Garantie“ ist nicht gleich „Garantie“, auch wenn der Begriff Garantie so eindeutig scheint. Um Vermittler und Verbraucher bei der schwierigen Frage zu unterstützen, welche der aktuell 1026 Rentenversicherungen die passende ist, haben wir das „Franke und Bornberg – Altersvorsorgerating“ komplett überarbeitet.

Damit Sie sich nicht alleine auf die Buchstabensuppe verlassen müssen, geben wir Ihnen heute Einblicke in unsere „Analyseküche“ und verraten Ihnen unsere Rating-Rezepte.  Am besten stellen Sie schon einmal einen Digestif bereit, denn unser Ratingmenü hat auch Schwerverdauliches zu bieten.

Fünf Töpfe …

Wie in Teil 1 dieses Beitrags erläutert, haben wir zunächst fünf Töpfe (Produktkategorien) aufgestellt und die 1026 untersuchten Tarife auf diese Töpfe verteilt. Dieser Schritt diente dazu, eine Vergleichbarkeit herzustellen, indem wir vergleichbare Tarifkonzepte zusammengefasst haben.

… mit jeweils drei Zutaten

In jedem Topf gibt es drei Analyse-Zutaten (Leistungskategorien), um die Geschmacksrichtungen (Unterschiede) der Tarife herauszuarbeiten.

  • Flexibilität
  • Transparenz
  • Produktkonzept

Jede der Leistungskategorien hat wiederum eine Reihe unterschiedlicher Detail-Zutaten (Detailkriterien), um beispielsweise objektiv aufzuzeigen, wie flexibel oder transparent der jeweilige Tarif im Marktvergleich konkret ist. Die drei Einzelergebnisse der Leistungskategorien aggregieren wir dann zu einer Gesamt(geschmacks)note.

Wer lieber die Zutaten einzeln mag, kann seine eigenen Rückschlüsse ziehen, denn in Sachen Flexibilität, Transparenz und Konzeption kann man auch persönliche Präferenzen haben und somit sein eigenes Süppchen kochen. So legen vielleicht jüngere Menschen besonderes Gewicht auf hohe Flexibilität, denn sie möchten, dass sich der Vertrag an ihre jeweilige Lebenssituation anpasst. Und die ändert sich heute nicht nur bei jungen Menschen viel öfter als noch vor 10 Jahren. So soll der Tarif individuelle Karriereschritte begleiten, aber auch Unterbrechungen und die zeitweilige Senkung von Leistung und Beitrag zulassen. Bei Beamten mittleren Alters, die relativ große Planungssicherheiten für ihr gesamtes Berufsleben schätzen, ist vielleicht Flexibilität weniger wichtig. Für Planer könnte das Produktkonzept weitaus entscheidender sein. Für wen fehlende Transparenz (der Zutaten) in Ordnung ist, haben wir bisher nicht herausgefunden. Eine Volldeklaration sollte daher heute Standard sein.

Wenn Sie immer noch Appetit haben, dann dürfen Sie gerne weiterlesen. Die Leistungskategorien im Detail:

Flexibilität

Moderne Rentenversicherungen sollten sich durch hohe Flexibilität auszeichnen und ein großes Spektrum an Möglichkeiten zur Vertragsanpassung bieten. Je flexibler man sich sein Leben vorstellt, desto größer werden auch die Anforderungen an die Flexibilität. Tarife, deren Beitrag in finanziell schwierigen Zeiten zwar gesenkt, aber bei größerem finanziellem Spielraum nicht über den Anfangsbeitrag hinaus erhöht werden kann, zählen ebenso nicht zu den Flexibilitätsmeistern, wie Tarife, deren Rentenbeginn sich einer veränderten Planung des Lebensabends nicht umfänglich anpassen lässt. Entsprechend der heutigen Lebensvorstellungen haben wir die Latte hochgelegt und untersuchen akribisch, welche Tarife alle wesentlichen Gestaltungsoptionen bieten, die im Auf und Ab des Lebens einmal wichtig werden könnten.

Transparenz

Lange hat es gedauert, bis die Hersteller von Lebensmitteln endlich eine Volldeklaration auf die Packungen drucken mussten (na ja, fast alle Zutaten zumindest). Was für Lebensmittel gilt, sollte auch für Versicherungen gelten, zumal man mit den Auszahlungen einer Rentenversicherung hoffentlich viele Jahre seine Brötchen kaufen kann. Alle Optionen und Produktcharakteristika sollen daher verbindlich und nachvollziehbar geregelt werden. Dieses Ziel verfolgen ja auch die zahlreichen Transparenzinitiativen der Politik, aber außer vielen zusätzlichen Seiten mit weiteren Texten ist bisher nichts Verständliches dabei heraus gekommen. Also kämpfen wir uns weiterhin durch das Kleingedruckte. Die Politik macht mit ihren Regulatorik-Monstern also quasi Lobbyarbeit für unsere Analysten… Bis bei solchem politischen Agitieren etwas Verständliches herauskommt, machen wir in der Zwischenzeit unseren Job und legen bei der Analyse ein besonderes Augenmerk auf Transparenz der Bedingungen und Verständlichkeit der Formulierungen.

Produktkonzept

Transparenz und Flexibilität sind Zutaten, die wir über alle Produktkonzepte einheitlich bewerten können. Die unterschiedlichen Produktkonzepte haben zu der Bildung unserer fünf Produktkonzept-Töpfe geführt. Das eigentliche Produktkonzept können wir daher nur innerhalb eines Topfes vergleichen. Hier geht es um die Kundenmentalität: welches Garantiekonzept passt am besten und wie genau ist es ausgestaltet?  Dabei geht es aber nicht ausschließlich um – je nach Anlegermentalität – passende und verlässliche Garantien. Wesentlich sind auch die Regelungen zum Ablaufmanagement bei fondsorientierten Produkten oder das Garantieniveau bei hybriden Produkten.

Das Gesamtergebnis im Spinnennetz

Wie unterschiedlich die Qualität einer Rentenversicherung in den drei Leistungskategorien ausfallen kann, zeigt beispielhaft das Produkt A, das die Bewertung F+ erhalten hat. Wir wählen zur Darstellung eine anschauliche Spinnennetz-Grafik.

 

 

Generell gilt: Für eine herausragende Gesamtbewertung müssen in allen Leistungskategorien Spitzenergebnisse erreicht werden. So wie bei Produkt C.

Rating von Rentenversicherungen nach 49 Detailkriterien

Franke und Bornberg bewertet Rentenversicherungen anhand von 49 Detailkriterien, die je nach Produktkategorie einen unterschiedlichen Stellenwert haben. Zusammengehörige Detailkriterien werden unter einer Überschrift als Hauptkriterium (beispielsweise Anpassungsmöglichkeiten“) zusammengefasst. Hier ein Beispiel für die Kategorie Klassik, also klassische Rentenversicherungen mit Garantiezins:

 

Rentenversicherung_Rating.png

Als Quellen nutzen wir ausschließlich die Versicherungsbedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, den Versicherungsschein und Geschäftsberichte. Nicht berücksichtigt werden Vorstands-, geschäftsplanmäßige oder sonstige Erklärungen/Auslegungen der Versicherer, Selbstauskünfte sowie werbliche Veröffentlichungen.

Die besten Rentenversicherungen: Immer aktuell

Wir bewerten das jeweils aktuelle Tarifspektrum. Im Jahresverlauf hinzukommende Produkte sowie Produktänderungen werden laufend eingearbeitet. Für das neue Rating (Stand 10.12.2018) wurden insgesamt 1026 Tarifkonstellationen nach 49 Kriterien untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass man auch in der höchsten Qualitätsstufe die Auswahl hat: immerhin 11,5 Prozent der Tarife erreicht die höchste Bewertungsstufe FFF+ (hervorragend).

Die Bewertungsgrundlagen mit Stand Dezember 2018 sowie die vollständigen Ergebnisse zu allen drei Schichten der Altersvorsorge stehen unter https://www.franke-bornberg.de/ratings/ kostenlos bereit.

Sie möchten wissen, warum Franke und Bornberg Rentenversicherungen nach fünf Kategorien unterteilt? In unserem ersten  Blogbeitrag erfahren Sie mehr darüber, ebenso zur Verteilung der Ergebnisse.

Die ersten Reaktionen nach der Ratingveröffentlichung zeigen uns, dass unser Ansatz, die Rentenversicherungsprodukte aus verschiedenen Blickwinkeln zu beurteilen, sehr gut ankommt. Daher können wir uns vorstellen, beim nächsten Rating-Update auch die Ergebnisse nach Teilnoten auszuweisen.

Wie ist Ihre Meinung zu unserem neuen Rating? Wir lernen gerne dazu und freuen uns auf Ihre Kommentare.

Autor: Christian Monke, Bereichsleiter Analyse, Franke und Bornberg GmbH

 

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