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Fahrradversicherungs-Rating 2026: Erstrating legt Lücken offen

Franke und Bornberg veröffentlicht erstmals ein Produktrating für Fahrradversicherungen. 83 Tarife von 36 Versicherern wurden geprüft – nur 8,4 Prozent erreichen die Bestnote FFF+.

Hannover, 21.05.2026: Fahrräder sind teuer, beliebt – und gefährdet. 115.000 versicherte Fahrräder wurden 2025 gestohlen. Die Entschädigungsleistungen der Versicherer lagen dabei erneut bei 150 Millionen Euro – obwohl die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr um rund 15.000 Fälle zurückgingen (Quelle: GDV, Stand: 12. Mai 2026). Besonders auffällig: Der durchschnittliche Schaden je gestohlenes Fahrrad erreichte 2025 mit 1.270 Euro einen neuen Höchststand – seit 2005 hat er sich damit mehr als verdreifacht (Quelle: GDV, Stand: 12. Mai 2026). Diebe haben es gezielt auf hochwertige Rennräder, E-Bikes und Mountainbikes abgesehen.

Wer glaubt, sein Fahrrad über die Hausratversicherung ausreichend abgesichert zu haben, irrt oft. Hausrattarife decken häufig nur Diebstahl ab – Kasko-Schäden und Schutzbriefleistungen bleiben meist außen vor. Genau hier setzen spezialisierte Fahrradversicherungen an. Die Franke und Bornberg GmbH (Franke und Bornberg) hat diese Produkte nun erstmals in einem eigenständigen Produktrating untersucht.

Fahrrad in der Hausratversicherung: Diebstahl ja, Kasko nein

Viele Versicherungsnehmer gehen davon aus, ihr Fahrrad sei über die Hausratversicherung rundum geschützt. Das stimmt nur bedingt. Hausrattarife schließen Fahrräder zwar häufig gegen Diebstahl ein, doch Kaskoschäden – also Schäden durch Sturz, Kollision oder Vandalismus – sowie Schutzbriefleistungen wie Pannenhilfe oder Transportkostenerstattung sucht man dort meist vergeblich. Wer umfassenden Schutz sucht, kommt an einer eigenständigen Fahrradversicherung nicht vorbei.

„Fahrräder, insbesondere E-Bikes und hochwertige Räder, sind heute Wertgegenstände, die eine ernsthafte Absicherung verdienen. Unser Erstrating zeigt: Die Qualitätsunterschiede sind erheblich - von hervorragend bis mangelhaft ist alles vertreten. Wer nicht genau hinschaut, riskiert einen Tarif mit echten Deckungslücken“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

Ratingergebnisse Fahrradversicherung 2026: Notenspiegel und Verteilung

83 Tarife von 36 Versicherern hat Franke und Bornberg im Erstrating zur Fahrradversicherung untersucht. Das Ergebnis zeigt ein gespaltenes Bild: Nur 7 Tarife – das sind 8,4 Prozent – erreichen die Bestnote FFF+ (hervorragend). 10 Tarife – also rund 12 Prozent – erhalten F+ oder schlechter und bieten damit aus Sicht der Analysten unzureichenden oder mangelhaften Schutz.

Methodik des Fahrradversicherungs-Ratings 2026

Das Rating bewertet 63 Detailkriterien in zwölf Kategorien mit einer maximalen Gesamtpunktzahl von 3.275 Punkten. Die gewichtigste Kategorie ist Diebstahl mit 16 Kriterien und 1.025 möglichen Punkten, gefolgt von versicherten Schäden (775 Punkte) und versicherten Sachen (450 Punkte). Daneben fließen Schutzbrief, grobe Fahrlässigkeit, Entschädigungsberechnung, Radsport, Obliegenheiten sowie weitere Aspekte in die Bewertung ein.

Für die Topnote FFF+ gelten spezifische Mindeststandards: Ein Tarif muss unter anderem Carbonfahrräder versichern, grobe Fahrlässigkeit ohne Einschränkung einschließen, Fahrradanhänger mit mindestens 500 Euro Deckung für Kinderanhänger absichern, eine Neuwerterstattung von mindestens drei Jahren vorsehen und beim Schloss lediglich ein verkehrsübliches Schloss ohne weitere Vorgaben fordern. Für die Note FFF ist der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit ebenfalls Pflicht.

„Beim Diebstahl trennt sich die Spreu vom Weizen: Viele Tarife stellen überzogene Anforderungen an das verwendete Schloss oder decken Anhänger, Gepäck oder Zubehör gar nicht oder nur unzureichend ab“, so Christian Monke, Leiter Ratings Private Risiken bei Franke und Bornberg.

Einordnung: Fahrrad-Kasko und Schutzbrief als Qualitätsmerkmale

Die eigenständige Fahrradversicherung bietet gegenüber dem Fahrrad-Einschluss in der Hausratversicherung strukturelle Vorteile: Sie deckt neben Diebstahl auch Beschädigungen durch Unfälle, Sturz oder Vandalismus (Kasko) sowie Schutzbriefleistungen wie Pannenhilfe oder Abschleppkosten ab. Auch Anhänger, Gepäck, Teile und Zubehör sind in guten Tarifen eingeschlossen. Gerade bei hochwertigen Rädern und E-Bikes, deren Neuwert häufig mehrere Tausend Euro beträgt, kann die Wahl des richtigen Tarifs entscheidend sein. Die Spreizung im Rating belegt, dass sorgfältige Tarifauswahl – und damit qualifizierte Beratung – sich auszahlt.

Fazit und Ausblick

Mit dem Erstrating zur Fahrradversicherung liefert Franke und Bornberg erstmals eine verlässliche, faktenbasierte Grundlage für den Vergleich von Fahrradtarifen. Die Qualitätsunterschiede sind erheblich: von hervorragend bis mangelhaft ist alles vertreten. Franke und Bornberg wird das Rating künftig jährlich aktualisieren und weiterentwickeln. Auf der Homepage von Franke und Bornberg finden Sie alle Ergebnisse sowie die aktuellen Ratingkriterien zur Fahrradversicherung.

Fakten zum Fahrradversicherungs-Rating 2026

Rating

Fahrradversicherungen 2026

Analysierte Tarife

83

Analysierte Versicherer

36

Bewertungskriterien

12 Kriteriengruppen, 63 Detailkriterien

Maximale Punktzahl

3.275 Punkte

Topnote (FFF+ hervorragend)

7 Tarife (8,4 %)

Veröffentlichungsdatum

21. Mai 2026

Quelle

Franke und Bornberg GmbH, Hannover, Mai 2026

 

Pressekontakt

Katrin Bornberg                    
Telefon +49 (0) 511 367 389 0 
presseatfranke-bornberg [dood] de 

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