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Insurtech vers.diagnose erreicht Automatisierungsgrad von 95 Prozent in der Risikoprüfung

Noch immer stehen drei von vier Erwerbstätigen ohne finanziellen Schutz ihrer Arbeitskraft da. Die Risikoprüfung gilt als größte Hürde für eine höhere Reichweite dieses anerkannt wichtigen Schutzes. vers.diagnose hat jetzt den entscheidenden Durchbruch für eine Vereinfachung der Risikoprüfung ohne Abstriche bei der Kollektivsicherheit erreicht.

Seit Jahrzehnten besteht ein Zielkonflikt bei der Absicherung der Arbeitskraft. Um Selektionseffekte zu vermeiden, müssen Versicherer eine umfangreiche Risikobefragung ihrer Kunden durchführen, bevor der Schutz für das Risiko einer Berufsunfähigkeit angeboten werden kann. Für Verbraucher und Vermittler sind die detaillierten Fragen zur Gesundheit seit jeher eine Belastung für die Kundenbeziehung. Wer erzählt seinem Berater schon gerne seine intimsten gesundheitlichen Probleme? Das Ergebnis der aktuellen Vermittlerumfrage zur Arbeitskraftabsicherung von Franke und Bornberg, hat dies erneut bestätigt: Die hohe Hürde Gesundheitsprüfung mit der ständigen Angst vor einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung behindert das so wichtige Geschäft mit den biometrischen Risiken.

Neue Technologien sind gefragt

Fachleute sind sich einig, dass es neuer Technologien und Informationsquellen bedarf, um diesen Konflikt aufzulösen. Die bisherigen Neugeschäftsanreize mit Verzicht auf eine umfassende Risikoprüfung durch sogenannte „Aktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen“ belasten schon seit Jahren die Stabilität der Überschüsse.

Wichtige Forschungsbereiche sind daher predictive Modeling und predictive Underwriting. Dabei wird unterschieden zwischen Vorhersagemodellierung und Lifestyle-basierter Analyse. In Deutschland stehen diesen Modellen aber noch datenschutzrechtliche Bedenken gegenüber. Einen anderen Vorstoß machte kürzlich ein internationaler Rückversicherer mit einer Gesichtsanalyse-Technologie, die beispielsweise im asiatischen Markt bereits im Einsatz ist. Ganz ohne Fragen kommt aber auch dieses System nicht aus und zudem muss das Angebot noch an den europäischen Markt angepasst werden.

Statt von der Zukunft zu träumen, konzentrierte sich das vers.diagnose-Team bei seinen Forschungen auf bereits erprobte Technologien und hat diese an die Erfordernisse der medizinischen Risikoprüfung angepasst“, so Bastian Geisler, Projektleiter bei vers.diagnose.

Das neue vd>bodyscan Verfahren nutzt die hoch entwickelte Technologie der Körperscanner, wie sie inzwischen weltweit an Flughäfen eingesetzt werden. Da die Geräte derzeit noch mit hohen Anschaffungskosten verbunden sind, hat vers.diagnose Kooperationen mit allen größeren Flughäfen in Deutschland vereinbart.

vd>bodyscan schafft Automatisierungsgrad von 95 Prozent

Ab sofort ist es möglich, per Körperscan in Sekundenschnelle ein rechtverbindliches Votum für die Berufs-, Erwerbs- und Grundfähigkeitsversicherungen, Risikoleben und Dread Disease Deckungen zu erhalten. Auch Risikozuschläge oder Ausschlussklauseln können wie bisher schon bei vers.diagnose automatisch vergeben werden. Der Automatisierungsgrad der Risikoprüfung konnte so von bisher 70 Prozent auf beeindruckende 95 Prozent gesteigert werden.

Die Kooperation mit Flughäfen bringt dabei viele Vorteile für Verbraucher und die Branche. Im Gegensatz zu Computertomografen, vor denen immer noch Viele Angst haben, haben sich die meisten Menschen an den Bodyscanner am Flughafen gewöhnt.

Geschäftsführerin Katrin Bornberg beschreibt das denkbar einfache Verfahren: „Flug- und Geschäftsreisende oder Urlauber, die eine Sicherheitskontrolle per Körperscanner passieren, können sich ganz nebenbei ein Risiko-Votum erstellen lassen. Das Votum wird dann unter einer anonymisierten ID auf dem vers.diagnose-Server gespeichert und bis zu 4 Wochen aufbewahrt“.
Die Interessenten bekommen diese ID mitgeteilt und können sie bei Bedarf ihrem Versicherer oder Vermittler bei der Antragsaufnahme mitteilen oder sich direkt am Flughafen durch die von vers.diagnose zertifizierten Airport-Kooperationsmakler versichern lassen und sich somit schon auf der Reise viel sicherer fühlen.
 

Bild: Risikoprüfung ganz ohne Mehraufwand

Wesentliche Entlastung bei der Anzeigepflicht

Als weiterer entscheidender Mehrwert der neuen Methode hat sich herausgestellt, dass faktisch kein Risiko besteht, die Vorvertragliche Anzeigepflichten zu verletzen, denn Fragen zum Gesundheitszustand entfallen vollständig.

Die neue Technologie konnte auch alle bestehenden Versicherer als vers.diagnose Partner überzeugen. Sie verzichten bei Einsatz von vd>bodyscan auf die Prüfung einer Anzeigepflichtverletzung im Leistungsfall.

Europa im Visier

Zu Beginn wurden Kooperationen mit fünf großen Flughäfen vereinbart: Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt und München. Weitere werden in Kürze folgen. Zudem ist eine Ausweitung auf den europäischen Markt in Vorbereitung.

Ein besonderes Highlight gibt es laut Katrin Bornberg für die Bewohner des Großraums Berlins: „Für sie öffnet immer samstags die Sicherheitskontrolle am noch nicht eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg BER“. Alle Vermittler als vers.diagnose Partner, die noch nicht die Zulassung als Airport-Makler haben, können sich daher am BER mit ihren Kunden treffen. In Zusammenarbeit mit Berlin-Touristik hat vers.diagnose attraktive Rahmenprogramme, wie die Besichtigung der längsten Baustelle der Welt, entwickelt, die es Vermittlern leichter machen, ihre Kunden von einem Berlin-Trip zu überzeugen.

Bild: Hier geht’s zum vers.diagnose bodyscan

Neue Zielgruppen und Entlastung des Jahresendgeschäfts

Das neue Angebot von vers.diagnose macht für Vermittler vor allem die wirtschaftlich attraktive Zielgruppe der Geschäftsreisenden leicht zugänglich. Zudem zeigen sich die Flughäfen sehr kooperativ, denn viele Kreditkartenunternehmen haben es inzwischen aufgegeben, auf Flughäfen um neue Kunden zu werben und sich überwiegend ein „No, Thank You“ abzuholen, was noch die freundlichste Reaktion der inzwischen genervten Flugreisenden darstellte. Die freiwerdenden Counter können somit an die neuen Airport-Makler vergeben werden. Auch Vielreisende freuen sich über die Abwechslung bei der Ansprache auf ihrem Weg zum Abflug-Gate.

Ein weiterer Einfluss ist die Entlastung des Jahresendgeschäfts, denn die Umsätze verlagern sich vom Jahresende hin zu den Hauptreisezeiten. Das bringt Entlastung in das ohnehin vollgestopfte Jahresende und ermöglicht den Familien von Vermittlern eine entspanntere Weihnachtszeit. Zudem profitieren Partner und Kinder von größeren Geschenken zu Weihnachten, denn die Haupteinnahmen der Biometrie-Vermittler fließen nunmehr nicht mehr erst nach Weihnachten, sondern schon im Anschluss an die Hauptreisezeiten.

Neue mobile Scan-Lösungen sind bereits im Test

Ermutigt durch die Erfolge von vd>bodyscan arbeitet das vers.diagnose Team zusammen mit dem Technologieunternehmen Risk-Scan-Solutions bereits an einer mobilen Scan-Technologie, die Vermittler in ihren Büros aufstellen oder sogar auf ihrem iPad mit zum Kunden nehmen können.
 Bild: neue mobile Scan-Technologien zur Risikoprüfung im Test

Grenzen der Bodyscan Technik

Ursprüngliches Ziel der vers.diagnose-Experten war eine Automatisierungsquote von 100 Prozent. „Dieses Ziel musste aber aufgeben werden, denn einige Scans zeigten auf, dass nicht alle Menschen ihr Herz am rechten Fleck haben“, so Diplom Psychologin Dr. Anneliese Soulful, die das Projekt begleitete. Für dieses Problem haben die Risikoprüfer noch keine Votierung entwickeln können. In Zusammenarbeit mit Psychologen und Soziologen soll aber auch für dieses Phänomen eine Lösung gefunden werden.

Bevor die entscheidende Idee des Bodyscan entstand, hatten die Experten versucht, den Durchbruch mit traditionellen Diagnostikverfahren zu erreichen. So wurde ein Feldversuch mit der einfach durchzuführenden tibetischen Methode der Urindiagnostik aufgesetzt, bei der Experten anhand von Farbe, Geruch und Geschmack des Urins eine erstaunlich treffsichere Risikoeinschätzung durchführen können. „Im Ergebnis fanden sich aber zu wenige Vermittler, die bereit waren, bei ihren Kunden einen Probeschluck zu nehmen“, resümiert Soulful. Zudem hat die fünfjährige Ausbildungszeit zum ganzheitlichen Gesundheitsexperten die meisten Befragten abgeschreckt. Für eine aussagefähige Studie lagen daher zu wenige Testergebnisse vor. Mehr Informationen zu der Studie unter #Studie1April

 

 

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