Sterbegeldversicherung 2026: Erstes Rating offenbart Qualitätslücken
Franke und Bornberg analysiert erstmals 59 Sterbegeldtarife von 30 Versicherern. Kein einziger Tarif erreicht die Höchstnote FFF+ hervorragend. Vor allem bei Assistance-Leistungen zeigen sich erhebliche Schwächen.
Hannover, 28.05.2026. Wer stirbt, hinterlässt Kosten. Eine durchschnittliche Bestattung kostet heute rund 6.000 Euro – mit Trauerfeier, Grabstein und Grabpflege schnell 10.000 Euro und mehr. Gleichzeitig steigen die Bestattungskosten deutlich schneller als die allgemeine Inflation. Laut Aeternitas e. V. verteuerten sich Bestattungen in den vergangenen fünf Jahren um rund 20 Prozent; allein 2024 betrug der Anstieg 4,5 Prozent. Die allgemeine Inflationsrate lag im selben Zeitraum bei 2,2 Prozent. Gesetzlichen Schutz gibt es nicht mehr: Das staatliche Sterbegeld wurde bereits 2004 abgeschafft. Die finanzielle Vorsorge liegt seither vollständig beim Einzelnen.
Gleichzeitig wächst der Bedarf an privater Absicherung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes steigt die Zahl der Menschen im Rentenalter ab 67 Jahren bis Mitte der 2030er-Jahre von aktuell 16,7 Millionen auf mindestens 20,1 Millionen. Schon heute sterben in Deutschland jährlich mehr als eine Million Menschen. Hinzu kommt die gesetzliche Bestattungspflicht: Können Erben die Kosten nicht tragen, haften sie unter Umständen mit ihrem Privatvermögen (§ 1968 BGB).
Mit seinem ersten Rating für Sterbegeldversicherungen schafft Franke und Bornberg jetzt Transparenz in einem Markt, dem bislang belastbare Qualitätsmaßstäbe fehlen. „Die Sterbegeldversicherung ist ein Produkt, das gesellschaftlich gebraucht wird. Umso wichtiger ist es, dass Verbraucher und Vermittler wissen, was die Tarife wirklich leisten – und was nicht“, sagt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.
Das ist neu im Sterbegeld-Rating 2026
Franke und Bornberg bewertet Sterbegeldversicherungen 2026 erstmals mit einem eigenständigen Rating. Analysiert werden klassische Leistungsmerkmale ebenso wie Assistance-Angebote und Zusatzleistungen. Dazu gehören unter anderem:
- Wartezeiten und Leistungsausschlüsse
- Bestattungsberatung und digitale Nachlassverwaltung
- Überführungskosten bei Tod im Ausland
- Beitragsbefreiung bei Pflegebedürftigkeit
Das Rating unterscheidet zwischen Tarifen mit laufender Beitragszahlung und Angeboten gegen Einmalbeitrag. Mindeststandards verhindern, dass Schwächen bei zentralen Leistungen durch Stärken in Nebenbereichen ausgeglichen werden können.
Ratingergebnisse Sterbegeldversicherung 2026: Kein Tarif erreicht FFF+
Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Kein einziger der 59 untersuchten Tarife erreicht die höchste Bewertungsklasse FFF+ hervorragend. Die Qualitätsunterschiede im Markt sind erheblich.
Besonders deutlich zeigen sich die Schwächen bei Assistance-Leistungen. Viele Tarife bieten nur eingeschränkte Unterstützung bei Organisation, Beratung oder digitalem Nachlassmanagement. Auch Leistungen für Überführungen aus dem Ausland oder bei Pflegebedürftigkeit weisen häufig Lücken auf.
Notenspiegel:
Methodik des Sterbegeld-Ratings 2026
Franke und Bornberg bewertet Sterbegeldtarife auf einer achtstufigen Skala von FFF+ hervorragend bis F– sehr schwach. Grundlage des Ratings sind 24 Bewertungskriterien. Analysiert werden ausschließlich verbindliche Versicherungsbedingungen und Verbraucherinformationen.
Für die oberen Bewertungsklassen gelten Mindeststandards. Damit stellt Franke und Bornberg sicher, dass gut bewertete Tarife durchgängig hohe Qualität bieten und Schwächen bei wichtigen Leistungen nicht kompensiert werden können.
Sterbegeldversicherung 2026: Wachsender Markt mit Qualitätsdefiziten
Die Sterbegeldversicherung entwickelt sich vom Nischenprodukt zum Wachstumsmarkt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der über 80-Jährigen bis Ende der 2040er-Jahre von heute rund sechs auf etwa neun Millionen steigen. Gleichzeitig werden familiäre Strukturen kleiner und die Organisation von Bestattungen komplexer.
Der Markt reagiert mit neuen Angeboten. Doch die Qualität hält bislang nicht Schritt. Gerade Leistungen, die Angehörige im Ernstfall konkret entlasten sollen, bleiben häufig unzureichend geregelt.
„Assistance-Leistungen sind heute das wichtigste Differenzierungsmerkmal in diesem Segment – und gleichzeitig die größte Schwachstelle vieler Tarife“, sagt Philipp Wedekind, Leiter Ratings Vorsorge und Nachhaltigkeit bei Franke und Bornberg.
Fazit: Erstes Sterbegeld-Rating schafft Orientierung
Das erste Sterbegeld-Rating von Franke und Bornberg setzt neue Maßstäbe in einem Markt ohne etablierte Qualitätsbenchmarks. Die Ergebnisse zeigen: Das Angebot wächst, die Qualität jedoch nicht im gleichen Tempo.
„Wer eine Sterbegeldversicherung abschließt, trifft eine Entscheidung für das Lebensende – für sich und für die Menschen, die zurückbleiben. Diese Entscheidung braucht eine belastbare Informationsgrundlage“, betont Michael Franke.
Franke und Bornberg wird das Rating künftig regelmäßig aktualisieren und den Markt weiter beobachten. Versicherer können überarbeitete Tarife jederzeit neu bewerten lassen.
Alle Ratingergebnisse sowie die Bewertungsrichtlinien veröffentlicht Franke und Bornberg auf seiner Website. Die Übersichten werden laufend aktualisiert und um neue Tarife ergänzt.
Fakten zum Erstrating Sterbegeldversicherung 2026
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Rating |
Sterbegeldversicherung 2026 |
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Analysierte Tarife |
59 |
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Analysierte Versicherer |
30 |
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Bewertungskriterien |
24 |
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Topnote (FFF+ hervorragend) |
0 Tarife (0,0 %) |
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Veröffentlichungsdatum |
28. Mai 2026 |
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Quelle |
Franke und Bornberg GmbH, Hannover |
Pressekontakt
Katrin Bornberg
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