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RLV-Rating 2026: Schärfere Kriterien, stabiles Qualitätsniveau

Franke und Bornberg aktualisiert das Rating für Risikolebensversicherungen – mit angepassten Gewichtungen und überarbeiteter Bewertungssystematik. Die Ergebnisse zeigen: Die Branche liefert, aber die Spitze bleibt exklusiv.

Hannover, 17.03.2026. Wer stirbt, hinterlässt Lücken – finanzielle eingeschlossen. Die Risikolebensversicherung (RLV) ist das klassische Instrument, um Hinterbliebene abzusichern. Umso mehr kommt es darauf an, dass die Bedingungen im Leistungsfall tatsächlich greifen. Franke und Bornberg hat das RLV-Rating aktualisiert und dabei Gewichtungen sowie die Bewertungssystematik einzelner Kriterien einem Marktcheck unterzogen. Das Ergebnis: Ein großer Teil der Tarife ist gut – die Spitze aber bleibt exklusiv. Von 248 untersuchten Tarifkombinationen von 55 Versicherern erreichen rund 18,5 % die Höchstnote FFF+.

Der Markt steht unter Druck. Laut map-report 941 wurden 2024 rund 722.720 neue RLV-Verträge abgeschlossen – ein Rückgang von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr (774.383 Verträge). Treiber ist die schwächere Nachfrage nach Baufinanzierungen, die das RLV-Neugeschäft traditionell antreibt. Im Bestand zählt der Markt dennoch 9,73 Millionen Verträge; die durchschnittliche Versicherungssumme ist auf 94.159 Euro gestiegen (+3,1 %). „Eine Erholung des Immobilienmarkts dürfte das Neugeschäft wieder ankurbeln – der strukturelle Bedarf nach Hinterbliebenenschutz ist ungebrochen", erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

Das ist neu im RLV-Rating 2026

Im Rahmen der Überarbeitung hat Franke und Bornberg an mehreren Stellschrauben gedreht. Inhaltlich überarbeitet wurde das Kriterium zum Verzicht auf Leistungsausschlüsse bei Terrorakten sowie ABC-Waffen und ABC-Stoffen. Die bisherige Bewertungssystematik spiegelte die veränderte Risikolage und aktuelle Marktentwicklungen nicht mehr angemessen wider. Darüber hinaus hat Franke und Bornberg die Gewichtungen verschiedener Kriterien neu kalibriert. Diese Anpassungen ändern nichts am grundlegenden Bewertungsrahmen, schärfen aber das Profil einzelner Kriterien spürbar. „Kriterien, die heute bei nahezu allen Tarifen gut abschneiden, sagen wenig darüber aus, was einen Tarif wirklich besser macht. Indem wir solche Kriterien niedriger gewichten, rücken wir die Unterschiede in den Vordergrund, auf die es für Vermittler und Kunden tatsächlich ankommt", erläutert Philipp Wedekind, Leiter Ratings Vorsorge und Nachhaltigkeit bei Franke und Bornberg.

Ergebnisse: Starke Mitte, exklusive Spitze

Franke und Bornberg hat 248 Tarifkombinationen von 55 Versicherern anhand von 36 Kriterien untersucht. 15 Versicherer erhalten die Höchstnote FFF+. Mehr als ein Drittel aller untersuchten Tarifkombinationen erreichen mindestens die Note FFF – ein Zeichen für das hohe Qualitätsniveau in der Breite des Marktes. Die vollständige Verteilung auf die sieben Ratingklassen:

Was trennt „gut" von „hervorragend"?

Wer in der Spitzengruppe fehlt, scheitert häufig an denselben Punkten. Fehlende Verlängerungsoptionen sind der häufigste Grund, warum Tarife den Mindeststandard für die höchsten Noten verfehlen. Daneben zeigen sich Lücken bei Zusatzleistungen – etwa Kinder-Bonus, Sofortleistung sowie erhöhte Leistungen bei Unfalltod oder Tod im Ausland. Wer Hinterbliebene umfassend absichern will, sollte genau hier hinschauen.

Methodik in Kürze

Das RLV-Rating von Franke und Bornberg basiert auf einem Benchmarking-Verfahren: Jede der 36 Regelungen wird auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet, mit einem Gewichtungsfaktor versehen und zu einer Gesamtnote verdichtet. Die sieben Ratingklassen reichen von FFF+ (hervorragend) bis F- (sehr schwach). Mindeststandards je Klasse stellen sicher, dass qualitative Schwächen in zentralen Kriterien nicht durch Stärken in weniger relevanten Bereichen kompensiert werden können.

Fazit und Ausblick

Die Qualität in der Risikolebensversicherung ist hoch – aber nicht selbstverständlich. Das Rating zeigt, dass die Mehrheit der Anbieter solide Arbeit leistet. Die Luft an der Spitze bleibt dünn: Wer FFF+ erreichen will, muss in allen relevanten Kriterien überzeugen, nicht nur bei den Standardkriterien. „Das Qualitätsniveau in der Risikolebensversicherung ist insgesamt erfreulich. Aber gute Bedingungen sind kein Selbstläufer – sie entstehen dort, wo Versicherer den Hinterbliebenenschutz konsequent zu Ende denken und nicht bei der marktüblichen Mindestlösung stehenbleiben", so Michael Franke. Mit der Überarbeitung der Gewichtungen und der Bewertungssystematik stellt Franke und Bornberg sicher, dass die Maßstäbe der Realität folgen – und nicht umgekehrt. Alle Ratingergebnisse veröffentlicht Franke und Bornberg auf seiner Website. Dort finden Interessierte auch die aktuellen Bewertungsgrundlagen zur Risikolebensversicherung.

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