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Hausratversicherungs-Rating 2026: Mehr Leistung gefordert

Franke und Bornberg verschärft das Rating für Hausratversicherungen. Neue Mindeststandards und zusätzliche Kriterien erhöhen die Anforderungen für Spitzentarife. Trotz guter Marktentwicklung erreicht nur gut jeder vierte Tarif die Höchstnote FFF+ hervorragend.

Hannover, 04.06.2026: Die Hausratversicherung zählt zu den beliebtesten Sachversicherungen in Deutschland. Rund drei Viertel aller Haushalte schützen ihr Eigentum gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Einbruchdiebstahl. Gleichzeitig verändern sich Risiken und Verbrauchererwartungen. Versicherer müssen heute deutlich mehr leisten als die klassische Entschädigung für zerstörte Möbel oder gestohlene Wertgegenstände. Franke und Bornberg hat deshalb das Rating für Hausratversicherungen aktualisiert und die Anforderungen für Spitzentarife erneut angehoben.

Der Markt bleibt wirtschaftlich vergleichsweise stabil. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lag die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) in der Verbundenen Hausratversicherung 2024 bei 82,8 Prozent (Quelle: GDV, Stand: November 2025). Gleichzeitig steigen die Schadenaufwendungen. Die versicherten Schäden durch Wohnungseinbrüche stiegen 2025 auf 380 Millionen Euro – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Versicherer zählten etwa 100.000 Fälle, rund 5.000 mehr als 2024. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg auf 3.850 Euro – der höchste Wert seit Beginn der Messung (Quelle: GDV, April 2026).

„Hausratversicherungen müssen heute deutlich mehr leisten als den klassischen Ersatz nach Feuer-, Leitungswasser- oder Einbruchschäden. Verbraucher erwarten Schutz für moderne Lebenssituationen und eine faire Regulierung auch in schwierigen Schadenfällen“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Das betrifft beispielsweise Online-Schäden, den Versicherungsschutz auf Reisen oder auch den Umgang mit fahrlässigem Verhalten. 

Das ist neu im Hausrat-Rating 2026

Für den neuen Ratingjahrgang hat Franke und Bornberg die Bewertungsrichtlinie gezielt weiterentwickelt. Neue Mindeststandards und zusätzliche Kriterien sollen Leistungsunterschiede sichtbar machen, die für Verbraucher im Schadenfall relevant sind.

Neu für die Höchstnote FFF+ hervorragend sind Mindeststandards für Leistungen bei Rauch- und Rußschäden, beim Diebstahl aus Wohnmobilen sowie für Hotelkosten nach einem versicherten Schaden. Gleichzeitig verschärft Franke und Bornberg die Anforderungen an den Umgang mit grober Fahrlässigkeit. Der Mindeststandard für den Verzicht auf Leistungskürzungen bei grob fahrlässig verursachten Schäden gilt künftig bereits für die Bewertungsklasse FFF sehr gut.

Erweitert wurde das Rating zudem um Kriterien für Mehrleistungen bei energetischer Modernisierung und Technologiefortschritt. Ebenfalls neu berücksichtigt werden Leistungen bei Diebstahl von Gehhilfen und Stützapparaten. 

„Die Qualitätsunterschiede bleiben erheblich. Gerade bei Diebstahl, Hotelkosten oder Schäden durch Rauch und Ruß zeigen sich noch immer Lücken, die Verbraucher erst im Ernstfall bemerken,“ erläutert Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.

Rating Hausratversicherung 2026: Notenspiegel und Ergebnisse

Für das aktuelle Rating hat Franke und Bornberg 363 Tarife von 102 Versicherern untersucht. Wie bei Franke und Bornberg üblich, müssen Tarife neben einer hohen Gesamtpunktzahl auch definierte Mindeststandards erfüllen, um die jeweils höheren Ratingklassen zu erreichen.

Die Ergebnisse zeigen ein solides Qualitätsniveau, aber weiterhin deutliche Unterschiede. 103 Tarife erreichen die Höchstnote FFF+ hervorragend – das entspricht rund 28 Prozent. 67 Tarife – rund 18 Prozent – erhalten lediglich F+ ausreichend, F mangelhaft oder F- ungenügend. Das Risiko, einen schwachen Tarif abzuschließen, bleibt damit erheblich.

Viele Versicherer führen heute mehrere Tariflinien mit unterschiedlichem Qualitätsniveau. Neben leistungsstarken Top-Tarifen stehen häufig günstige Basisvarianten für preissensible Kunden. Gerade diese Einsteigertarife sind überdurchschnittlich oft in den unteren Bewertungsklassen vertreten.

Woran schwächere Hausratversicherungen im Rating 2026 scheitern

Tarife mit der Note FF befriedigend oder schlechter zeigen häufig Schwächen bei Leistungen, die im Schadenfall schnell relevant werden können. Besonders auffällig sind Defizite bei Onlineschäden und beim unberechtigten Gebrauch von Kreditkarten. Auch rund um Diebstähle offenbaren sich Lücken, etwa bei Trickdiebstahl, Diebstahl aus Kraftfahrzeugen, auf Reisen oder am Arbeitsplatz. Leistungen für gestohlene Gartenmöbel, Grills, Kinderwagen sowie Gehhilfen und Stützapparate sind ebenfalls nicht immer selbstverständlich.

Dass diese Leistungsmerkmale keineswegs theoretischer Natur sind, zeigt der Blick auf die Schadenstatistik. Einbruchdiebstahl gehört weiterhin zu den teuersten und konfliktträchtigsten Schadenursachen in der Hausratversicherung. Gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Schadenhöhen seit Jahren kontinuierlich an.

Darüber hinaus bleiben Rauch- und Rußschäden, Seng- und Schmorschäden sowie Hotelkosten nach einem versicherten Schaden typische Schwachstellen vieler Tarife. 

Trends in der Hausratversicherung: Mehr Schutz für moderne Lebenswelten

Die Analysten beobachten seit mehreren Jahren eine Erweiterung des klassischen Leistungsverständnisses. Hausratversicherungen entwickeln sich zunehmend vom reinen Sachschutz zu umfassenden Alltagsabsicherungen. Digitale Risiken wie der Verlust von Daten oder Schäden durch den Missbrauch von Zugangsdaten und Identitäten werden wichtiger. Mobile Lebensstile erfordern den Schutz des eigenen Hab und Guts nicht nur zuhause, sondern auch auf Reisen, im Auto oder im Wohnmobil. Gleichzeitig gewinnt der Wunsch nach einer nachhaltigen Reparatur oder Wiederbeschaffung von technischen Geräten oder Mobiliar für die Tarifentwicklung an Bedeutung. 

Auch der Umgang mit grober Fahrlässigkeit verändert sich. Immer mehr Versicherer verzichten auf Leistungskürzungen selbst dann, wenn Versicherte einen Schaden grob fahrlässig herbeigeführt haben. Für Franke und Bornberg ist das ein wichtiger Aspekt kundenfreundlicher Bedingungen.

Methodik des Hausrat-Ratings 2026

Das Hausrat-Rating von Franke und Bornberg basiert auf einer vollständigen Analyse der Versicherungsbedingungen. Bewertet werden ausschließlich belastbare Vertragsunterlagen. Werbeaussagen oder unverbindliche Erläuterungen bleiben unberücksichtigt. Die Bewertung erfolgt anhand eines gewichteten Punktesystems mit zusätzlichen Mindeststandards für höhere Ratingklassen.

Fazit und Ausblick

Die Qualität von Hausratversicherungen bleibt insgesamt auf einem guten Niveau. Gleichzeitig steigen die Anforderungen. Neue Risiken, höhere Schadenkosten und veränderte Erwartungen der Verbraucher verlangen nach leistungsstarken und zeitgemäßen Bedingungswerken.

Versicherer reagieren darauf mit neuen Leistungen und erweiterten Deckungskonzepten. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass guter Schutz keineswegs selbstverständlich ist. Wer Hausratversicherungen bewertet oder vermittelt, sollte deshalb nicht allein auf den Preis schauen. Die Unterschiede im Leistungsumfang bleiben erheblich.

Fakten zum Rating Hausratversicherung 2026

Rating

Hausratversicherung 2026

Analysierte Tarife

363

Analysierte Versicherer

102

Bewertungskriterien

34 Kriteriengruppen, 92 Detailkriterien

Maximale Punktzahl

8.750 Punkte

Topnote (FFF+ hervorragend)

103 Tarife (28,4 %)

Veröffentlichungsdatum

04. Juni 2026

Quelle

Franke und Bornberg GmbH, Hannover, Juni 2026

 

Pressekontakt

Katrin Bornberg                    
Telefon +49 (0) 511 367 389 0 
presseatfranke-bornberg [dood] de 

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