Unfallversicherungs-Rating 2026: Weniger Versicherer, mehr Tarife mit Bestnote
Im Unfallversicherungs-Rating 2026 von Franke und Bornberg erreichen nur 13,9 Prozent der 474 geprüften Tarife die Bestnote FFF+. Zugleich schärft Franke und Bornberg die Kriterien zu Sofortleistungen nach Unfällen.
Hannover, 21 September 2026. Nur 13,9 Prozent der Tarife erreichen im aktuellen Unfallversicherungs-Rating von Franke und Bornberg GmbH (Franke und Bornberg) die Höchstnote FFF+ (hervorragend). Das Rating umfasst 474 Tarife von 86 Versicherern. Seit dem Relaunch 2024 prüft es alle Produkte nach einheitlichen Kriterien in einer einzigen Gruppe. Gegenüber dem Vorjahr sinkt zwar die Zahl der geprüften Versicherer und Tarife, gleichzeitig schafft es aber eine größere Zahl an Versicherern in die Spitzengruppe. Zusätzlich hat Franke und Bornberg die Bewertung von Sofortleistungen nach Unfällen präzisiert.
Das ist neu im Unfallversicherungs-Rating 2026
Die Bewertungsgrundlagen aus dem Relaunch 2024 bleiben unverändert gültig. Franke und Bornberg justiert 2026 gezielt nach: Der bisherige Untersuchungsbereich zu Sofortleistungen und Schmerzensgeld wird in zwei eigenständige Untersuchungsbereiche aufgeteilt und damit differenzierter bewertet.
Damit steigt die Zahl der Untersuchungsbereiche von 18 auf 19, die Zahl der Detailkriterien von 62 auf 66. Ziel der Aufsplittung ist eine genauere Einzelbewertung der zugesagten Leistungen.
„Schmerzensgeld und Sofortleistungen bei Knochenbrüchen folgen einer unterschiedlichen Systematik. Mit der trennscharfen Bewertung beider Sachverhalte machen wir in diesem Leistungsbereich die zunehmenden Leistungsunterschiede deutlich“, erläutert Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.
Ratingergebnisse Unfallversicherung 2026: Notenspiegel und Spitzengruppe
Nur 13,9 Prozent der 474 bewerteten Tarife erreichen 2026 die Höchstnote FFF+ (66 Tarife). Auch die zweithöchste Note FFF (sehr gut) bleibt mit lediglich 30,8 Prozent eine Minderheit (146 Tarife). Am unteren Ende der Skala erhalten 20,9 Prozent der Tarife die Note F+ oder schlechter (Vorjahr: 25,5 Prozent). Eine sorgfältige Tarifauswahl bleibt damit entscheidend.
28 der 86 bewerteten Versicherer bieten mindestens einen Tarif mit der Bestnote FFF+ an, mehr als im Vorjahr (25 von 93 Versicherern). Gleichzeitig sinkt die Zahl der geprüften Versicherer und Tarife gegenüber 2025 (93 Versicherer, 486 Tarife).
„Dass in diesem Jahr mehr Versicherer einen Tarif in der Spitzengruppe platzieren, obwohl der Markt insgesamt kleiner wird, zeigt: Qualität und Selektion schließen sich in der Unfallversicherung nicht aus“, sagt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei der Franke und Bornberg GmbH.
Methodik des Unfallversicherungs-Ratings 2026
Franke und Bornberg bewertet die Tarife ausschließlich anhand von Versicherungsbedingungen und verbindlichen Verbraucherinformationen. Selbstauskünfte der Versicherer fließen nicht ein. 19 Untersuchungsbereiche mit 66 Detailkriterien ergeben eine Gesamtpunktzahl von 2.745 Punkten. Zusätzliche Mindeststandards verhindern, dass gute Werte in weniger bedeutsamen Kriterien Schwächen bei zentralen Leistungsmerkmalen überdecken, etwa beim Mitwirkungsanteil von Krankheiten und Gebrechen oder bei den Leistungsausschlüssen zu Bewusstseinsstörungen.
Marktumfeld: Private Unfallversicherung bleibt für Versicherer profitabel
Die private Unfallversicherung bleibt für Versicherer ein einträgliches Geschäft. Die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio) der Sparte lag 2025 nach vorläufigen Zahlen bei rund 75 Prozent und damit auf Vorjahresniveau von 75,1 Prozent (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Jahresmedienkonferenz 2026, Stand: 4. Februar 2026). Die stabile Ertragslage ändert nichts an den weiterhin großen Qualitätsunterschieden zwischen den Tarifen: Auch 2026 erreicht nicht einmal jeder siebte Tarif die Bestnote FFF+, während weiterhin mehr als ein Fünftel der Tarife nur ausreichend oder schlechter abschneidet.
Fazit und Ausblick
Der Ratingjahrgang 2026 bestätigt den mit dem Relaunch 2024 eingeschlagenen Kurs: Die Bewertungsgrundlage bleibt stabil, einzelne Kriterien werden der Marktentwicklung entsprechend angepasst. Vermittler und Verbraucher finden damit weiterhin eine differenzierte Grundlage für den Tarifvergleich. Die vollständigen Ratingergebnisse sowie die aktuellen Bewertungsrichtlinien stellt Franke und Bornberg auf der eigenen Website kostenfrei bereit.
Fakten zum Unfallversicherungs-Rating 2026
| Rating | Unfallversicherung 2026 |
| Analysierte Tarife | 474 |
| Analysierte Versicherer | 86 |
| Bewertungskriterien | 19 Untersuchungsbereiche/66 Detailkriterien |
| Topnote (FFF+ hervorragend) | 13,9 % (66 Tarife) |
| Veröffentlichungsdatum | 21. September 2026 |
| Quelle | Franke und Bornberg GmbH, Hannover, September 2026 |
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