Wohngebäudeversicherung Rating 2026: Nur jeder fünfte Tarif erreicht die Bestnote FFF+

Franke und Bornberg hat 373 Tarife von 84 Versicherern in der Wohngebäudeversicherung (WGB) analysiert: Nur 20,4 Prozent erreichen die Höchstnote FFF+ hervorragend. Jeder zehnte Tarif fällt mit der Note mangelhaft oder ungenügend durch.

Hannover, 20.08.2026. Die Franke und Bornberg GmbH (Franke und Bornberg) hat die Wohngebäudeversicherung (WGB) erneut einem umfassenden Rating unterzogen. Eine WGB schützt die mit Abstand größte Vermögensposition der meisten privaten Haushalte: das eigene Zuhause. Sie kommt für Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel auf, ergänzt um Bausteine für weitere Elementargefahren wie Überschwemmung oder Starkregen.

„Bei der Wohngebäudeversicherung entscheiden oft einzelne Klauseln darüber, ob ein Schaden am Ende vollständig reguliert wird. Wer nur auf den Beitrag schaut, übersieht genau die Details, die im Schadenfall zählen“, sagt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer von Franke und Bornberg.

Im aktuellen Ratingjahrgang analysiert Franke und Bornberg 373 Tarife von 84 Versicherern (Vorjahr: 356 Tarife von 89 Versicherern) und ordnet sie in sieben Ratingklassen ein, von FFF+ (hervorragend) bis F- (ungenügend).

Das ist neu im Ratingjahrgang 2026

Neu in diesem Jahrgang ist ein Kriterium zum Selbstbehalt bei Elementarschäden: Für die Höchstnote FFF+ darf dieser 10.000 Euro nicht übersteigen. Hintergrund sind Tarife am Markt, die Elementarschutz nur mit sehr hohen Selbstbehalten bieten, teilweise im sechsstelligen Bereich. Für Gebäudebesitzer kann so eine gefährliche Scheinsicherheit entstehen: Sie wähnen sich gegen Elementargefahren versichert, müssten im Schadenfall aber zunächst hohe Summen aus eigener Tasche aufbringen. Mit der neuen Obergrenze stellt Franke und Bornberg sicher, dass bestbewertete Tarife im Ernstfall auch tatsächlich tragfähigen Schutz bieten. Der Kriterienkatalog wächst dadurch von 81 auf 82 Detailkriterien, die maximal erreichbare Punktzahl steigt leicht von 7.170 auf 7.195 Punkte.

Ratingergebnisse Wohngebäudeversicherung 2026: Notenspiegel und Schwachstellen

Nur 20,4 Prozent der 373 bewerteten Tarife erreichen die Höchstnote FFF+ hervorragend (76 Tarife). Der Anteil liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von 14,3 Prozent. Die Note FFF (sehr gut) erhalten 26,8 Prozent der Tarife (100 Tarife), nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (25,3 Prozent). Am unteren Ende der Skala liegen 10,1 Prozent der Tarife (38 Tarife) mit den Noten F (mangelhaft) oder F- (ungenügend) - etwas weniger als im Vorjahr (12,6 Prozent).

 

Tarife mit unterdurchschnittlicher Bewertung scheitern häufig an denselben Stellen: an Leistungen für Rohrbruch bei Ab- und Zuleitungsrohren, an der Beseitigung umgestürzter Bäume und der Wiederaufforstung sowie an der Dekontamination von Erdreich. Auch der Diebstahlschutz für Gebäudezubehör und Wärmepumpen und der Schutz vor Gebäudebeschädigungen durch Dritte, etwa nach Einbruch oder Graffiti, fallen häufig lückenhaft aus. Weitere Schwachstellen zeigen sich bei grober Fahrlässigkeit, Schäden durch Tiere, Sachverständigenkosten, Seng- und Schmorschäden sowie Hotelkosten.

Methodik des Wohngebäudeversicherungs-Ratings 2026 in Kürze

Franke und Bornberg bewertet die WGB-Tarife anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs mit inzwischen 82 Detailkriterien. Jedes Kriterium wird nach Kundennutzen gewichtet; aus dem Verhältnis von erreichten zu maximal möglichen Punkten (7.195) ergibt sich die Ratingklasse. Tarife in den oberen Klassen müssen zusätzlich Mindeststandards erfüllen. Für die Höchstnote FFF+ zählt dazu erstmals ein Selbstbehalt von unter 10.000 Euro bei Elementarschäden - neben etablierten Mindeststandards wie dem Verzicht auf eine separate Kündigung des Ableitungsrohr-Schutzes oder einer Mindestleistung von 20.000 Euro bei Einbruchschäden für die Note FFF.

Alle Bewertungen basieren ausschließlich auf rechtsverbindlichen Unterlagen wie Versicherungsbedingungen, Verbraucherinformationen und Geschäftsberichten. 

Einordnung: Elementarschutz und Schadenentwicklung 2026

Der Blick auf den Markt zeigt, warum ausreichender Elementarschutz zählt. Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal waren Ende 2025 laut GDV erst 59 Prozent der Wohngebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert. 41 Prozent hatten keinen entsprechenden Schutz (Quelle: GDV, Medieninformation, Stand 14. Juli 2026). In den vom Hochwasser 2021 betroffenen Gebieten haben die Versicherer bislang rund 8,75 Milliarden Euro an Schäden reguliert (Quelle: GDV, Medieninformation, Stand 14. Juli 2026).

„Die Versicherungsdichte bei Elementarschäden steigt, bleibt aber deutlich zu niedrig. Gerade nach Extremwetterereignissen zeigt sich, wie wichtig ein vollständiger und verlässlicher Schutz ist“, sagt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.

Unabhängig von der Elementardeckung bleibt der Kostendruck in der Wohngebäudeversicherung insgesamt hoch: Knapp die Hälfte des gesamten Schadenaufwands entfällt laut GDV auf Leitungswasserschäden (Quelle: GDV, Datenservice zum Naturgefahrenreport, Stand 10. Oktober 2025).

Fazit und Ausblick zum Wohngebäudeversicherung-Rating 2026

Die Qualität in der Wohngebäudeversicherung steigt: Mehr Tarife erreichen die Spitzengruppe, weniger fallen durch. Gleichzeitig bleiben dieselben Schwachstellen bestehen - von Rohrbruch bis Elementarschutz. Mit dem neuen Mindeststandard zum Selbstbehalt rückt Franke und Bornberg einen Aspekt in den Fokus, der über die tatsächliche Absicherung im Schadenfall entscheidet. Verbrauchern und Vermittlern empfiehlt Franke und Bornberg, bestehende Verträge regelmäßig mit aktuellen Tarifen zu vergleichen.

Fakten zum Wohngebäudeversicherungs-Rating 2026

RatingWohngebäudeversicherung 2026
Analysierte Tarife373
Analysierte Versicherer84
Bewertungskriterien82
Topnote (FFF+ hervorragend)20,4 % / 76 Tarife
Veröffentlichungsdatum20.08.2026
QuelleFranke und Bornberg GmbH, Hannover, August 2026

Pressekontakt

Katrin Bornberg                    
Telefon +49 (0) 511 367 389 0 
presse@franke-bornberg.de 

 

Autor*en:

Franke und Bornberg
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